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GESCHÄFTSREISE NACH JAPAN? WIE SICHER IST DAS JETZT?
Viele Geschäftsleute sind derzeit verunsichert. Kann man es verantworten jetzt nach Japan zu fliegen? Dabei muss man sicherlich beachten, wohin in Japan die Reise geht und wovor man Bedenken hat.
Die Lage in Fukushima ist noch nicht vollständig stabil. Wenn jedoch keine weiteren schweren Erdbeben auftreten, ist davon auszugehen, dass die Gefahr eines weiteren Gaus klein ist.
Und wie sieht es mit der Strahlung aus? Die Messwerte für Luft und Wasser für den Raum Tokyo und Osaka, also dem Raum in dem sich die meisten europäischen Geschäftsleute aufhalten, sind derzeit stabil und gelten als „unbedenklich“. Die Strahlung zum Beispiel ist dort auf dem gleichen Level wie in einer deutschen Großstadt. Die Geigerzählermessungen von Bekannten stimmten bisher stets mit den offiziellen Meldungen überein.
Und das Essen? Die Lebensmittelkontrollen in Japan sind in der Regel sehr streng. Laut einer IHK Umfrage gehen die großen Internationalen Hotels sehr sorgfältig mit ihren Waren um, so dass das Essen als Unbedenklich genießbar einzustufen ist. Jedoch kann auch eine japanische Regierung nicht alles kontrollieren und selbst unter Japanern findet man schwarze Schafe. So ist es in Zukunft nicht auszuschließen, dass verstrahlte Lebensmittel auf den Markt kommen könnten.
Aktuelle Informationen auf Deutsch finden Sie unter: http://fukushima.grs.de/
 
Geschenke für japanische Geschäftspartner
"Sind denn Geschenke für unsere Japanischen Geschäftspartner wirklich notwendig?" werde ich immer gefragt. "Das kommt ganz darauf an",  ist meist meine Antwort. Sicherlich ist es gut und richtig bei der ersten Begegnung ein Geschenk dabei zu haben. Vor allem in Japan wird viel geschenkt. Der Inhalt ist häufig dabei nicht so wichtig und hat keinen persönlichen Bezug. Typische Geschenke können gegessen werden, wie Kekse, Schokolade und andere japanische Naschereien. Wichtig ist jedoch, dass die Verpackung wirklich schön aussieht. 
Kennt man sich schon länger und ist man sich schon öfters begegnet, kann man durchaus auf Geschenke verzichten, wobei in Japan zu besonderen Situationen, z.B. Abschluss eines Projektes durchaus nochmals geschenkt wird.
Allerdings ist zu beachten, dass vor allem in den letzten Jahren in einigen Unternehmen eine "No Presents" Politik eingeführt wurde. „Was nun?“, frägt sich so mancher Deutscher. Mein Tipp dabei ist meist, bei dem ersten Treffen eine Kleinigkeit mitzubringen und dann die Lage genauer beobachten. Werden weiter Geschenke verteilt, verteilen Sie am besten auch Geschenke, falls nicht, dann können sie Ihre Mitbringsel auch getrost zu Hause lassen.
Einige Geschenkideen für Ihre japanischen Geschäftspartner neben den typischen Keks- und Schokoladendosen: Firmenkugelschreiber, Firmenwerbegeschenke, CDs mit klassischer Musik, typisches aus Ihrer Umgebung, Anhänger, Sticker

Entscheidungsfindung in japanischen Unternehmen
Müssen denn wirklich all die Leute in den E-Mail Verteiler?“ ist einer der Fragen, die ich häufig von meinen Kunden höre. „Ja“ ist meine klare Antwort. Viele von uns empfinden die typische japanische Entscheidungsfindung innerhalb einer Firma als sehr langwierig und langsam. Ein Grund dafür ist, dass ehe eine Entscheidung getroffen wird alles bis ins kleinste Detail mit allen auch nur am Rande betroffenen Abteilungen besprochen werden muss. Daher die riesigen E-Mail Verteiler und daher auch der für uns lange Zeitraum bis eine Entscheidung getroffen wird. Ist eine Entscheidung erst einmal getroffen geht die Umsetzung meist umso schneller.
Nun stellt diese Art Entscheidungen zu treffen eigentlich kein Problem dar. Problematisch wird es nur, wenn die deutsche Seite in der Zeit der langen Entscheidungsfindung sich nicht auch bewegt (was leider sehr häufig der Fall ist). Denn dann treffen bei dem nächsten Meeting eine gut vorbereitete japanische Seite und eine völlig überraschte deutsche Seite aufeinander. Die Japaner sind enttäuscht, dass auf deutscher Seite nichts vorbereitet wurde und das Projekt umzusetzen und die Deutschen fühlen sich überrumpelt, da lange Zeit nichts passiert ist, ging man davon aus, dass das Projekt gar nicht stattfindet.
Die Lösung: Bleiben Sie als deutsches Unternehmen am Ball um zu sehen, wie weit die Entscheidungsfindung vorangeschritten ist. Achten Sie auf Signale, wie Informationen, die abgerufen werden. Suchen Sie sich Ansprechpartner im japanischen Unternehmen und fragen Sie regelmäßig nach, wie der Stand der Dinge ist. „Brauchen Sie noch weitere Informationen, die Ihnen bei Ihrer Entscheidungsfindung helfen?“ ist eine legitime Frage um ihren eigenen Stand abzufragen und auch um die Entscheidungsfindung zu beschleunigen.
 
Weihnachtskarten für Japaner: Ja oder Nein?
 Traditionell wird in Japan kein Weihnachten gefeiert. Kann man daher darauf verzichten den japanischen Geschäftspartnern einen Weihnachtsgruß zu schicken? Die Antwort ist ein klares "Nein". Zwar verschicken die Japaner selbst keine Weihnachtskarten, jedoch dafür Neujahrsgrüße. Viele Geschäftsleute, auch Japaner, empfinden es als lästig, sich in der stressigen Vorweihnachtszeit auch noch um Karten kümmern zu müssen. Betrachtet man jedoch die Grüße als einfache Möglichkeit in Kontakt zu bleiben, so bietet Weihnachten und Neujahr einen guten Anlass wieder ins Gespräch zu kommen. Dies kann man per E-Mail erledigen oder auch mit einer "echten" Karte, wichtig ist nur, dass die Grüße noch vor dem Neuen Jahr ankommen. Jeder der mit Japan zu tun hat, weiß wie wichtig persönliche Beziehungen sind. Und wer persönliche Beziehungen ernst nimmt, kommt um einen Weihnachts- bzw. Neujahrsgruß nicht herum.
Tipp: Möchten Sie neutral bleiben? Dann schicken Sie doch einfach "seansonal greetings". Bei vielen Japanern sind jedoch die typischen deutschen Weihnachtsmotive sehr beliebt.
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